Freiburger Gartenmöbelvergleich 2012
Die Greenpeace-Gruppe Freiburg stellt zum siebten mal in Folge ihren neuen Gartenmöbel-Vergleich 2012 vor: PE vom 11.05.2012. Diese Studie untersucht das Sortiment aller Anbieter von Gartenmöbeln in Freiburg auf ihre Nachhaltigkeit. Erstmalig wurde dabei dieses Jahr die Bewertungsskala angehoben: die Bestnote wurde nur noch an Geschäfte vergeben, welche ausschließlich Produkte aus heimischen Hölzern verkaufen. Dazu gehört auch die Firma Lignum, welche Gartenmöbel aus heimischer Robinie fertigt und diese am Samstag zur Verfügung stellt.
Gartenmöbel werden oft aus Tropenholz hergestellt, weil dieses Holz besonders hart und witterungsbeständig ist. Möbel und Bauhölzer von gleicher Qualität gibt es aber auch aus heimischer Holzwirtschaft oder in Form von Thermo-Hölzern. Zudem zertifiziert die von allen großen Umweltverbänden anerkannte Organisation Forest Stewardship Council (FSC) weltweit Hölzer aus ökologisch verträglicher und sozial gerechter Waldwirtschaft.
Jeder Konsument kann selber etwas gegen die Zerstörung der Urwälder tun und sich genau über die Herkunft des verwendeten Holzes informieren. Der Freiburger Gartenmöbel-Vergleich kann hier online kostenlos abgerufen werden.
Keine Gentechnik im Tierfutter!
Aktivisten der Greenpeace Gruppe Freiburg informierten heute vor einem Supermarkt zum Thema Gentechnik im Tierfutter. Dabei ging es vorwiegend um Milchprodukte wie Trinkmilch, Joghurt, Käse und Butter.
Obwohl die Ablehnung der sogenannten "grünen Gentechnik" - also gentechnisch veränderter Pflanzen - bei der Bevölkerung sehr groß ist, werden bei der Fütterung von Tieren noch immer gentechnisch veränderte Pflanzen, v.a. Gensoja aus Südamerika eingesetzt. Monokultur, Regenwaldzerstörung und die Verwendung von Pestiziden in diesen Ländern sind oftmals die Folge.

Da in Deutschland keine Kennzeichnungspflicht besteht, wenn für die "Erzeugung" von Fleisch oder Milch Genfutter eingesetzt wurde, kann der Verbraucher meist nicht erkennen, bei welchen Produkten Gentechnik zum Einsatz kam. Greenpeace setzt sich daher seit Jahren für das "ohne Gentechnik"-Logo ein, das inzwischen auf einigen Produkten, z.B. der Marke "Schwarzwaldmilch" zu finden ist. Positiver Effekt: die Landwirte, die bei der Fütterung auf Gentechnik-Pflanzen verzichten, erhalten wenige Cent pro Liter Rohmilch mehr. Bei der "Weidemilch" ist sogar ein mehrmonatiger Weidegang der Tiere Pflicht, man fördert mit dem Kauf also ein wenig "artgerechtere" Tierhaltung.
Da bei BIO-Produkten allgemein keine Gentechnik im Futter der Tiere sein darf, kann man hiermit ganz besonders die Verwendung heimischer Futterpflanzen und damit die Landwirtschaft und Landschaftspflege in der Region unterstützen.
Freiburger Pyramide gegen Fessenheim
Greenpeace-Aktivisten erinnern an Tschernobyl vor 26 Jahren und warnen vor Fessenheim
Ein Nationalpark fürs Ländle
Um ein Stück Natur im Schwarzwald dauerhaft zu schützen, forderte am Samstag, den 21.04.2012, Greenpeace Freiburg und Greenpeace Gruppen im ganzen Land die Einrichtung eines Nationalparks. In Freiburg, Stuttgart, Heidelberg, Karlsruhe und sechs weiteren Städten gaben sie Baden-Württembergern die Möglichkeit, sich für einen Nationalpark auszusprechen. Auf ca. 1x2 Meter großen Baum-Transparenten konnten Bürger dieses Anliegen mit ihrer Unterschrift unterstützen.

Wie viel Gift hinterlässt unsere Kleidung?

Anlässlich des Weltwassertags am 22. März hat Greenpeace einen neuen Report zum Thema „Schmutzige Wäsche - Gefährliche Chemie aus der Waschtrommel“ veröffentlicht. Überall auf der Welt hat Greenpeace den World Water Day genutzt um über die „Detox“ Kampagne zu informieren. Auch die Gruppe Freiburg hat sich an dem frühlingshaften Tag auf die Kaiser-Jospeh-Straße begeben und dort einen Infostand zu der Kampagne gehabt. Wir sagen „Nein Danke“ zu Kleidung, die die Umwelt verschmutzen!
Wussten Sie, dass mehr als 80 Prozent der in Deutschland verkauften Kleidung aus China stammt? Auch die großen Sportartikel- und Kleidungshersteller wie Adidas, Puma, Nike, Kappa, H&M, C&A, G-Star und Calvin Klein lassen dort und in weiteren asiatischen Ländern fertigen. Vor allem bei den so genannten Nass-Prozessen wie dem Färben, Bleichen, Bedrucken und Veredeln von Textilien gelangen große Mengen an schädlichen und giftigen Chemikalien in die Umwelt und werden zur Bedrohung für das Ökosystem und die Gesundheit der Anwohner.
Doch über die importierte Kleidung gelangt die giftige Fracht auch in unsere Seen, Flüsse und Meere. Die aktuelle Studie „Schmutzige Wäsche - Gefährliche Chemie aus der Waschtrommel“ zeigt, dass in der Hälfte aller Fälle bis zu 90 Prozent der giftigen Chemikalien, wie Nonylphenol in Textilien beim ersten Waschen in der Maschine herausgespült werden.
Einen Ausstieg aus der Produktion mit gefährlichen Chemikalien bis zum Jahr 2020 haben bisher Nike, Adidas, Puma, Li Ning, H&M und C&A zugesagt. Greenpeace fordert alle Markenhersteller auf, den Einsatz von NPE in Produktionsprozessen bis zum Jahr 2013 zu beenden. Es sind längst ungefährlichere Alternativen auf dem Markt.Vandana Shiva in Freiburg
Ein erfolgreicher Abend: trotz des plötzlichen Schneewetters haben doch 1500 Zuhörer den Weg in den Paulussaal gefunden, der bis auf den letzten Platz voll besetzt war. Nach einer kurzen Einstimmung durch die indische Band „Saranga“ und einem knappen Grußwort des Oberbürgermeisters Dr. Dieter Salomon, betrat der langersehnte Gast Vandana Shiva die Bühne.
Sie berichtete von ihrem Projekt Navdanja, was so viel wie „Neun Saaten“ bedeutet und sich zum Ziel gesetzt hat, traditionelles Saatgut zu schützen. Neben der Notlage der indischen Bauern, die aus Abhängigkeit von Herstellern gentechnisch veränderten Saatguts und finanziellen Nöten oft den Selbstmord wählen (250.000 Selbstmorde in den letzten 15 Jahren!), war die Patentvergabe auf Lebensmittel ein Schwerpunkt ihres Vortrages. Hauptverantwortlich für die Biopiraterie sei der Großkonzern Monsanto, der u.a. mit der gentechnisch veränderten und patentierten Baumwolle den Großteil der indischen Baumwollproduktion kontrolliert (ca. 90%).
Vandana Shiva unterstützt Kleinbauern vor Ort, gemeinsam gegen die Ausbeutung der Pflanzenvielfalt Indiens vorzugehen. Nach einer interessanten Podiumsdiskussion u.a. mit Ernst Ulrich von Weizsäcker, konnten die Gäste im Foyer bei Fairtrade-Obst und Bio-Bier das Infomaterial der verschiedenen Veranstalter durchstöbern und mit Unterschriften verschiedene Aktionen unterstützen. Greenpeace Freiburg dankt allen Mitveranstaltern und Gästen für diesen interessanten und erfolgreichen Abend.

Nationalpark Nordschwarzwald
Deutschland muss seinen internationalen Verpflichtungen für die Einrichtung von weiteren Großschutzgebieten auf 5% seiner Waldfläche nachkommen. Der Bundestag hatte 2007 und 2010 fraktionsübergreifend die Biodiversitätsstrategie unterzeichnet, die besagt dass Deutschland bis 2020 diese der Natur überlassenen Gebiete zur Verfügung stellt. Greenpeace greift mit seiner Studie "Deutschlands internationale Verantwortung: Rotbuchenwälder im Verbund schützen" im April 2011 diese Pläne auf und fordert für die Erreichung dieses Ziels 10 neue Nationalparke in Deutschland einzurichten.

23.000 Menschen haben es satt
Ein toller Erfolg: Trotz widriger Wetterverhältnisse, Schneeregen und schneidendem Wind war die Landwirtschaftsgruppe von Greenpeace Freiburg am 21.01.2012 gemeinsam mit über 23.000 Menschen aus ganz Deutschland in Berlin, um für eine Wende in der Landwirtschaft hin zu giftfreier und umweltschonender Tierhaltung und Ackerbewirtschaftung zu demonstrieren.

Ein Systemwechsel in der Agrarpolitik ist dringender denn je. Denn die Landwirtschaft in Deutschland hat sich insgesamt in den vergangenen Jahren negativ entwickelt:


