Nestlé und Danone (Milupa) weiter mit Gen-Technik PDF Drucken E-Mail

Wir haben am Samstag, 20.2.2010, in mehreren Freiburger Supermärkten in einer Protestaktion gegen den Gen-Futter-Einsatz Milchprodukte von Nestlé und Milupa mit Warnhinweisen gekennzeichnet: "Umweltgefahr - Für dieses Produkt bekommen Milchkühe Gentechnik-Futter". Die Kunden reagierten überwiegend positiv und informierten sich mit unserem neuen Greenpeace-Ratgeber über Milchprodukte auf dem Markt. Mit der Kennzeichnung unterstützen wir den Wunsch der meisten Verbraucher nach einer besseren Information über die Herkunft ihrer Lebensmittel. Zeit für die Firmen aus der Gen-Milchproduktion auszusteigen.

Mit 65 Prozent Marktanteil haben Nestlé und Danone (Milupa) den höchsten Absatz von Babymilchpulver in Deutschland. Für beide Firmen sind Gen-Pflanzen in der Milchviehfütterung Standard, eine Umstellung sei daher nicht in Planung. Einige konventionelle Babymilch-Hersteller wie Hipp und Humana verarbeiten bereits Milch ohne Gen-Futter-Einsatz. Durch die fehlende Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, die mit Gen-Pflanzen erzeugt wurden, ist vielen Verbrauchern nicht bewusst, dass sie mit Nestlé- und Danone-Produkten Gen-Milch kaufen.

Großes Interesse fand daher unsere neue Broschüre "Milch für Kinder - Einkaufsratgeber für den Genuss ohne Gentechnik". Hier werden vom Babybrei bis zur Schulmilch empfehlenswerte Produkte aufgeführt. Der Anbau von genmanipulierten Futterpflanzen gefährdet die Artenvielfalt und erhöht den Pestizid-Einsatz in der Landwirtschaft, während gentechnikfreie Milch dazu beiträgt, Kindern eine intakte Umwelt zu hinterlassen.

gpgen3Besonders in Südamerika werden riesige Urwaldflächen für den Anbau von Gen-Soja gerodet und mit gesundheitsgefährdenden Pestiziden bewirtschaftet. Bundesweit beteiligten sich Greenpeace-Aktivisten in 39 Städten und über 100 Supermärkten an dieser Aktion.