23.000 Menschen haben es satt PDF Drucken E-Mail

Ein toller Erfolg: Trotz widriger Wetterverhältnisse, Schneeregen und schneidendem Wind war die Landwirtschaftsgruppe von Greenpeace Freiburg am 21.01.2012 gemeinsam mit über  23.000 Menschen aus ganz Deutschland in Berlin, um für eine Wende in der Landwirtschaft hin zu giftfreier und umweltschonender Tierhaltung und Ackerbewirtschaftung zu demonstrieren. 

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Ein Systemwechsel in der Agrarpolitik ist dringender denn je. Denn die Landwirtschaft in Deutschland hat sich insgesamt in den vergangenen Jahren negativ entwickelt:

immer größere Ackermonokulturen, hoher Pestizideinsatz, permanenter Rückgang der Artenvielfalt. Feldlerchen, Kiebitze oder Feldhasen haben keinen Platz in der von immer größeren Maschinen ausgeräumten Agrarlandschaft. Am dramatischsten sind wohl die Entwicklungen in der Tierhaltung, immer mehr Nutztiere werden in industrialisierten Tierhaltungsfabriken gehalten. Die Folgen: Hoher Antibiotikaeinsatz, steigender Einsatz von Importfuttermitteln wie Gen-Soja, die permanente Gefahr eines neuen Tierseuchenausbruchs und steigende Klimagase aus der Tierhaltung alarmieren immer mehr Menschen und bedrohen unsere Lebensgrundlagen. Das merkte man auch der Demonstration in Berlin an, viele protestieren gegen die industrialisierte Tierhaltung und für geringeren Fleischkonsum. Der Protest war bunt und vielfältig, trotz grauen Wetters.

 

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Ein Richtungswechsel in der Agrarpolitik national wie international ist mehr als überfällig.

Bei der anstehenden europäischen Agrarreform zeigt sich Verbraucherministerin Aigner in enger Schulterschluss mit den Bauernverband einmal mehr als vehemente Blockiererin. Agrarkommissar Ciolos dagegen diskutierte mit NGOs konstruktiv über die anstehende Agrarreform. Indirekt forderte er die anwesenden Gruppen auf, in ihrem Protest nicht nachzulassen und verglich die europäische Agrarpolitik mit einem Elefanten, den man nur langsam und mit gemeinsamer Anstrengung in die richtige Richtung bewegen könne. Er scheint verstanden zu haben, dass nur ein Systemwechsel in der Landwirtschaft Verbraucherschutz gewährleisten kann und die Herausforderungen des Klimaschutzes, der Hungerbekämpfung und des Artenrückgangs lösen wird.

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weiterführende Links: 

http://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/

http://www.wir-haben-es-satt.de/

http://www.greenpeace-freiburg.de/wir/radio?sendung=16.01.2012