Leuchtender Protest für den Ausstieg aus Gorleben PDF Drucken E-Mail

Greenpeace Freiburg fordert den Ausstieg aus dem geplanten Atommüll-Endlager in Gorleben. Am 5. November informierten Aktivisten an einem adventlich dekorierten Stand     über die am 26. November geplante Großdemonstration im Wendland gegen den für das     erste Adventswochenende geplanten Castortransport. Bei Einbruch der Dämmerung startete  die Gruppe einen „Leuchtenden Protest“. Mit selbstgebastelten X-Laternen veranstalten die Aktivisten einen Laternenumzug durch die Freiburger Innenstadt. Der „Leuchtende Protest“   fand zeitgleich in 46 Städten statt.                                          

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„Dieser Castortransport darf nicht nach Gorleben rollen“, sagt Katharina Engel, Energie-ansprechpartnerin bei Greenpeace-Freiburg. „Der Strahlengrenzwert am Zwischenlager Gorleben wird in diesem Jahr überschritten. Die niedersächsische Landesregierung setzt      sich hier über Recht und Gesetz hinweg“. Greenpeace hat vergangene Woche nachgewiesen, dass das zuständige niedersächsische Umweltministerium erhebliche Fehler bei der Berechnung der Strahlengrenzwerte gemacht hat. Eine Analyse der unabhängigen Umweltschutzorganisation ergab für das Jahr 2011 eine Strahlung oberhalb des Grenz-        wertes von 0,3 Millisievert pro Jahr. Dies hätte zu einem Einlagerungsstopp für weiteren hochradioaktiven Atommüll führen müssen. Das Ministerium ignorierte allerdings diese Berechnungen und gab bekannt, dass der nächste Castortransport rollen dürfe. Bislang   werden bereits 97 Castoren aus der Wiederaufarbeitung im Gorlebener Zwischenlager   verwahrt, da in Deutschland kein Endlager für hochradioaktiven Müll existiert.

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Wenige Meter vom Zwischenlager entfernt baut die Bundesregierung an einem ihrer Meinung nach möglichen Endlager im Salzstock Gorleben. „Mit jedem Castortransport wird der Salzstock Gorleben als Endlagerstandort zementiert. Das dürfen wir nicht zulassen.“,  so Engel. Gorleben ist aus geologischen Gründen als Endlager ungeeignet. Für den Salzstock  gab es nie ein wissenschaftliches Auswahlverfahren. Unter dem Salzstock liegt das größte Erdgasvorkommen Deutschlands, darin gibt es bereits Laugenvorkommen. Ein sicherer Einschluss radioaktiver Stoffe kann nicht gewährleistet werden. Trotzdem halten Atom-  industrie und Politik seit über 30 Jahren an diesem Standort fest.

Am 24. November soll nun der Transport von elf Castorbehältern aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague ins niedersächsische Wendland starten. Die elf   Castoren beinhalten ein Vielfaches an Radioaktivität wie bei dem Super-GAU in Fukushima     in die Umwelt gelangt ist. Ab 2014 sollen außerdem weitere Transporte aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield (England) folgen.

Mehr Bilder von der Aktion gibt es auf Flickr. Weitere Infos gibt es hier:

http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atommuell_zwischen_endlager/artikel/ausstieg_aus_gorleben/

http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/kampagnen/ausstieg_aus_gorleben/

Und hier noch ein Video zum Thema.