| Nationalpark Nordschwarzwald |
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Deutschland muss seinen internationalen Verpflichtungen für die Einrichtung von weiteren Großschutzgebieten auf 5% seiner Waldfläche nachkommen. Der Bundestag hatte 2007 und 2010 fraktionsübergreifend die Biodiversitätsstrategie unterzeichnet, die besagt dass Deutschland bis 2020 diese der Natur überlassenen Gebiete zur Verfügung stellt. Greenpeace greift mit seiner Studie "Deutschlands internationale Verantwortung: Rotbuchenwälder im Verbund schützen" im April 2011 diese Pläne auf und fordert für die Erreichung dieses Ziels 10 neue Nationalparke in Deutschland einzurichten.
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben als einzige Flächenbundesländer mit den höchsten Waldanteilen keinen Nationalpark auf ihrem Gebiet. Nur immer die tropischen Länder aufzufordern ihre Wälder unter Schutz zu stellen während wir im Südwesten untätig bleiben, ist inkonsequent. Greenpeace erkennt die Dringlichkeit, in Baden-Württemberg neben den Bannwäldern endlich auch ein Waldgroßschutzgebiet einzurichten. Ein Nationalpark in Baden-Württemberg kann es nach Meinung von Greenpeace, NABU und BUND nur im Nordschwarzwald geben. Nur hier gibt es genügend zusammenhängende, unzerschnittene Staatswaldflächen auf denen ein solches Schutzgebiet realisierbar ist und die das Potential für einen naturnahen Waldumbau haben. Greenpeace wird sich mit Informationsständen und der Beteiligung an Fachtagungen sowie Bürgerinformationsveranstaltungen für die Einrichtung eines Nationalparks Nordschwarzwald einsetzen und fordert die grün-rote Landesregierung direkt auf, alles zu tun, um endlich einen Nationalpark im Südwesten zu verwirklichen. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind nationale Verantwortung und Nachholbedarf am größten! Warum braucht Baden-Württemberg einen Nationalpark?
Niemand muss befürchten, aus seinen geliebten Wäldern ausgesperrt zu werden. Auch in den Kernzonen werden vorhandene Wanderwege, Loipen und Skipisten weiterhin genutzt und bestehende Bauwerke dürfen bleiben. Die Angst, dass sich durch den Nationalpark automatisch der Borkenkäfer massenhaft ausbreitet und auch umliegende Wirtschaftswälder befällt und flächendeckend zum Absterben bringt, ist unbegründet: Der Schwarzwald ist durch seine vielfältige Baumstruktur viel weniger gefährdet als der Bayerische Wald. Verantwortungsvolles forstliches Management schützt die angrenzenden Forste. Ausserdem sind Bereiche mit abgestorbenen Fichten ein natürliches Phänomen - dort kann sich auf dem Totholz eine große Artenvielfalt von Tieren, Pflanzen und Pilzen entwickeln und dem Jungwuchs von Tanne, Buche und anderen hier natürlicherweise vorkommenden Baumarten Platz schaffen. Lesen Sie auch unser Factsheet "Ein Nationalpark für Baden-Württemberg!". |









